Montag, Mai 08, 2006

Heimliches Chaos


Mein Leben verläuft zur Zeit ganz anders als ich gedacht hatte, wie es laufen würde.

"Du musst dahin, wo´s weh tut" bekommt eine ganz neue Perspektive und ich verstehe so langsam, was das eigentlich für mich bedeuten soll und das ich zwar oft da war, wo einem alles weh tat und wo´s dunkel und echt scheisse war, aber "dahin, wo´s weh tut", war ich seit Jahren nicht mehr. Und das man da auch nicht wirklich hingehen kann sondern irgendwann merkt man einfach, dass man da ist. Und das der Weg dorthin viel leichter ist als ich dachte - eben nicht denken, nicht suchen, nicht reden - einfach gehen.

Verwirrt steh ich hier. So einfach wäre es über die Jahre gewesen hierher hinzukommen. Und ich habe es mit Kompas und Navigationssystem versucht, Wege ausdiskutiert, 15 Abzweigen und Kurven genommen um nur am Anfang anzukommen.

Jetzt beschäftigen mich zwei Dinge:
1. Wo ich jetzt den Weg kenne - soll ich zurückgehen und einsammeln, was ich auf dem Weg dorthin verloren habe?
2. Ich habe mich daran erinnert warum ich eigentlich nie hierher wollte. Ich war hier schon mal. Hier sieht es immernoch so aus wie damals, als ich beschlossen habe, es wäre besser zu gehen.

Kommentare:

Michael Parino hat gesagt…

Kein Schritt zurück. Niemals umdrehen. Weiter. Weiter.

trainbuk hat gesagt…

genau, kämpf, du... erm... floh! ;)